In Deutschland schwindet das Vertrauen in das staatliche Rentensystem zunehmend. Gerade unter den Jüngeren gehen inzwischen viele davon aus, dass die gesetzliche Rente allein im Alter längst nicht mehr ausreichen wird. Doch erst kürzlich haben wir auf einem unserer anderen ascent AG-Blogs eine Umfrage vorgestellt, die zeigt, dass diese Skepsis keineswegs auf eine Generation beschränkt ist und Alt und Jung sich bei der Sorge im Hinblick auf die staatliche Altersvorsorge ausgesprochen einig sind.
Diese Bedenken sind selbstverständlich auch an der Regierungsetage nicht unbemerkt vorbeigegangen. Aus diesem Grund wurde ein Expertengremium damit beauftragt, Ideen zu entwickeln, um das deutsche Rentensystem auf solidere Füße zu stellen. Diese Alterssicherungskommission hat am 23. Juni 2026 ihren Abschlussbericht mit insgesamt 33 Empfehlungen vorgelegt, welche die Rentenversicherung dauerhaft tragfähig und bezahlbar machen sollen. Ein zentraler Punkt dieser Vorschläge ist die sogenannte Kapitalrente, eine kapitalgedeckte Ergänzung zum bestehenden Umlagesystem. Wir haben uns die Details bei der ascent AG einmal etwas näher angesehen und zeigen, was der Plan für Ihre persönliche Vorsorge bedeuten könnte.
Schwedisches Erfolgsmodell soll deutsche Renten sicherer machen
Schweden dient in Sachen Sozialwesen oft als Vorbild. Diese Vorreiterrolle basiert nicht zuletzt auf dem dortigen Rentensystem, bei dem ein Teil der Rentenbeiträge automatisch über Fonds am Kapitalmarkt investiert werden. Genau dieses Modell wird nun auch für Deutschland diskutiert: Den Empfehlungen der Alterssicherungskommission zufolge soll 2028 eine kapitalgedeckte Zusatzkomponente nach skandinavischem Vorbild bei der Rente eingeführt werden.
Der konkrete Vorschlag: Ein zusätzlicher Teil des Einkommens soll in diese neue gesetzliche „Kapitalrente“ fließen. Dafür ist ein Zusatzbeitrag in Höhe von insgesamt zwei Prozent des Bruttolohns angedacht, den Beschäftigte und Arbeitgeber jeweils zur Hälfte übernehmen sollen. Für die Umsetzung steht ein überraschend nahes Datum zur Diskussion: Die Kommission hat für den Beginn der Zahlungen das Jahr 2028 ins Auge gefasst, wobei eine stufenweise Einführung vorgesehen ist. So soll der Zusatzbeitrag mit 0,5 Prozent im ersten Jahr starten, um anschließend jährlich um jeweils 0,5 Prozentpunkte auf schlussendlich zwei Prozent zu steigen.
Was die Investition dieser Zusatzbeiträge angeht, wird erwogen, den Versicherten die Wahl zwischen verschiedenen zugelassenen Anbietern und einem staatlichen Fonds mit besonders niedrigen laufenden Kosten zu lassen.
Noch ist nichts entschieden
Bei der ascent AG möchten wir an dieser Stelle betonen, dass es sich bei dem oben vorgestellten Entwurf zur Kapitalrente um reine Empfehlungen der Alterssicherungskommission handelt. Keiner der Vorschläge ist bislang in irgendeiner Weise rechtlich bindend. Ob und in welcher Form diese Anregungen tatsächlich umgesetzt werden, entscheidet sich erst im weiteren politischen Entscheidungsprozess und dem gegebenenfalls anschließenden Gesetzgebungsverfahren, in dem auch noch verschiedenste Anpassungen erfolgen können.
Erst, wenn der Bundestag ein entsprechendes Gesetz beschließen sollte und dieses in Kraft tritt, ändert sich die tatsächliche Rechtslage. Bis dahin bleibt das aktuell geltende Rentenrecht in vollem Umfang gültig.
Grundsätzlich stehen wir von der ascent AG einer kapitalgedeckten Ergänzung zur gesetzlichen Rente jedoch aufgeschlossen gegenüber. Seit jeher befürworten wir das Bemühen, die finanzielle Absicherung im Alter durch ertragreiche Anlagen am Kapitalmarkt zu stärken. Bei den entsprechenden Rahmenbedingungen kann auch eine derartige Zusatzkomponente gegebenenfalls einen Beitrag dazu leisten. Wir werden in jedem Fall die Entwicklung dieser Pläne aufmerksam weiterverfolgen und unsere Kunden bei einer Änderung des Rentenrechts jederzeit aktuell und passend beraten.
Bild KI-generiert mithilfe von Google Gemini