Die private Vorsorge für den Lebensabend ist derzeit in aller Munde – nicht zuletzt durch das neue Altersvorsorgedepot, das wir bereits auf mehreren unserer ascent AG-Blogs vorgestellt haben. So wichtig dieser Weg für den Aufbau eines finanziellen Polsters fürs Alter auch ist, so ist mit dem Erreichen des Ruhestands das Thema doch keineswegs abgeschlossen. Mit dem Renteneintritt endet der Umgang mit dem eigenen Geld nicht, er verändert sich nur grundlegend. Wer jahrzehntelang angespart hat, steht nun vor der Herausforderung, das aufgebaute Vermögen so zu managen, dass es für den gesamten Lebensabend reicht. Bei der ascent AG beschäftigen wir uns täglich mit dieser Phase des Lebens – und sehen, welche Fragen sie aufwirft und welche Fehler sich vermeiden lassen.
Was kostet das Leben im Alter wirklich?
Einer der häufigsten Denkfehler beginnt schon bei der Planung: Viele unterschätzen, wie viel Geld für den Lebensunterhalt im Ruhestand tatsächlich benötigt wird. Besonders die ersten Jahre sind häufig kostspieliger als erwartet, da die neugewonnene Freizeit oft besonders aktiv genutzt wird. Deshalb ist es wichtig, den Bedarf frühzeitig bei der Vorsorge fürs Alter einzubeziehen und dabei auch einen gewissen Spielraum einzukalkulieren. Für die Berechnung des Kapitalbedarfs kann es helfen, ein Haushaltsbuch zu führen, es gibt aber auch Richtwerte, an denen man sich orientieren kann. Einer gängigen Faustregel zufolge braucht es ungefähr 80 Prozent des letzten Nettogehalts, um den gewohnten Lebensstandard im Ruhestand halten zu können.
Was habe ich – und was benötige ich wann?
Ist das Rentenalter erreicht, ist die Zeit für eine Bestandsaufnahme gekommen. Welche Anlagen sind vorhanden, wie sind sie über verschiedene Klassen wie Zinspapiere, Aktien, Immobilien und Rohstoffe verteilt und wie hoch sind die laufenden Kosten? Letzteres wird häufig nicht ausreichend berücksichtigt. Bei einigen Produkten können beispielsweise die Verwaltungskosten die Erträge deutlich mindern. Die Verbraucherzentrale empfiehlt dabei, verschiedene Szenarien durchzuspielen und zu klären, welche Summe jederzeit als liquide Mittel bereitstehen soll, welcher Betrag innerhalb eines überschaubaren Zeitraums verfügbar sein muss und welcher Anteil des Vermögens mittelfristig gar nicht benötigt wird und deshalb ertragsorientierter angelegt bleiben oder werden kann.
Aus unserer Sicht bei der ascent AG ist diese Analyse keine einmalige Angelegenheit, sondern ein fortlaufender Prozess. Denn nur auf der Basis dieser Information lässt sich entscheiden, wie mit den Geldern umgegangen werden sollte. Unter Berücksichtigung der Anforderungen an die Verfügbarkeit empfiehlt sich beispielsweise ein Mix aus breit gestreuten Aktieninvestments etwa über Fonds kombiniert mit Zinsanlagen wie Tages- oder Festgeldkonten für kurz- und mittelfristig benötigte Summen. Auch die Verbraucherzentrale spricht sich für eine derartige Streuung über unterschiedliche Anlageklassen aus, um den persönlichen Ansprüchen an Liquidität und Rendite gerecht zu werden.
Der Auszahlungsplan
Kapital – beispielsweise über einen Fondsparplan – aufgebaut zu haben ist das eine, es im Ruhestand planvoll zu nutzen das andere. Wer nach dem Eintritt ins Rentenalter einfach Monat für Monat einen Betrag abhebt, ohne zu wissen, wie lange das Vermögen reichen wird, geht ein erhebliches Risiko ein. Grundsätzlich wird in der Auszahlungsphase zwischen zwei Ansätzen unterschieden: Beim Entnahmeplan mit Kapitalverzehr wird das gesamte Vermögen nach und nach aufgebraucht. Dies bedeutet zwar höhere monatliche Beträge, aber ein kontinuierlich schwindendes Grundkapital. Beim Entnahmeplan ohne Kapitalverzehr werden nur bisher erzielte Gewinne entnommen, während das Kapital erhalten bleibt und so weiterhin Erträge generieren kann.
Bei der Entscheidung für das richtige Entnahmekonzept ist es wichtig, den Plänen den richtigen Zeitrahmen zugrunde zu legen. Denn aufgrund der steigenden Lebenserwartung zahlt es sich aus, großzügig zu kalkulieren, sodass ein Planungshorizont bis zum 95. oder 100. Lebensjahr sinnvoll sein kann.
Nutzen Sie unsere individuelle Beratung
Sei es in der Ansparphase für die Altersvorsorge oder bei Entscheidungen bezüglich der Geldanlage nach dem Renteneintritt: Unsere ascent AG-Berater stehen Ihnen bei allen Anliegen rund um die Kapitalanlage im und für den Ruhestand zur Verfügung. Kontaktieren Sie doch unseren Geschäftspartner Manuel H. Anlag für ein persönliches Beratungsgespräch, um Ihre finanzielle Situation im Alter auf eine solide Basis zu stellen.